Foto: Stefan Milk (Hellweger Anzeiger)

Demenzfreundliche Bestattungen – Das Herz wird nicht dement

Demenz verändert das Leben und das Verhalten der Menschen, der Demenzkranken und der Menschen in ihrer Umgebung, drastisch.
Inzwischen dringt dieses Thema – die Demenz in all ihren Facetten – immer mehr in das Bewusstsein unserer Gesellschaft und es gibt einige Programme und Schulungen zur Unterstützung der Betroffenen, vorrangig was den Umgang und die Pflege angeht. Immer noch viel zu wenig Unterstützung gibt es bisher allerdings, wenn es einen Todesfall im Umfeld gibt. Der Verlust eines Elternteils, Partners, Kindes oder engen Angehörigen verlangt unter diesen Umständen den Beteiligten viel ab. Der größte Teil der direkt Betroffenen denkt, dass es besser ist, das Familienmitglied mit Demenz so wenig wie möglich an Abschied und Trauerfeier teilhaben zu lassen.
Aber, das Herz wird nicht dement, der Erkrankte fühlt den Verlust oft nicht minder schwer, auch wenn sein Verhalten etwas anderes suggeriert.
Die Fortbildung „Demenzfreundliche Bestatterin“, durchgeführt durch qualifizierte DeMensTrainer aus den Niederlanden, kooperiert eng mit der „Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V“ und ihrer Schulung zum Demenz Partner.

Lerninhalte für Vanessa Gliefe und Jutta Grziwotz-Schäfer zur Zertifizierung „Demenzfreundliche Bestatterin und Demenz Partner“ waren:

- Grundlagen zum Krankheitsbild und zum Umgang mit Menschen mit Demenz
- Was ist eine Demenz und wie verändert sie das Alltagsleben des Erkrankten und seiner Familie
- Welche Fähigkeiten brauchen wir als Bestatter in der Begleitung betroffener Familien
- Welche Möglichkeiten können wir den Betroffenen anbieten / aufzeigen, um die demente Person in die Zeit der Beisetzung und der Verabschiedung eines geliebten Menschen einzubeziehen

Zurück